- Analyse und Decision Engine laufen auf dem eigenen Gerät.
- Ein größeres Gesamtuniversum benötigt mehr Rechenzeit, Arbeitsspeicher und Datenabrufe.
- Marktstatus und Makro-Kontext werden auch nachts und am Wochenende aktualisiert, sobald die App aktiv arbeiten kann.
Gesamtuniversum und Performance
Verity verbindet alle aktivierten Universen, entfernt Überschneidungen und begrenzt das Ergebnis auf das gewählte Asset-Limit. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Größe eines einzelnen Index, sondern die Zahl der tatsächlich aktiven, eindeutigen Assets.
Der vollständige Scan findet lokal auf Mac, iPhone oder iPad statt. Prozessor, verfügbarer Arbeitsspeicher, Netzwerkqualität und die Größe des Gesamtuniversums beeinflussen die Dauer. Ein Mac mit mehr Rechenkernen kann ein großes Universum meist schneller verarbeiten als ein mobiles Gerät. Das ist kein Qualitätsunterschied der Decision Engine, sondern ein Unterschied bei Durchsatz und Aktualisierungsdauer.
Was wird nachts und am Wochenende aktualisiert?
Geschlossene Aktienbörsen liefern nicht fortlaufend neue Aktienkerzen. Der Marktstatus bleibt dennoch relevant: Krypto handelt durchgehend, Makroinstrumente und Rohstoff- beziehungsweise Futures-Märkte besitzen eigene Sessions, und globale Risikoindikatoren können sich verändern. Verity aktualisiert daher den zentralen Markt- und Makro-Kontext unabhängig davon, ob US- oder europäische Aktienbörsen geöffnet sind.
Auf iPhone und iPad kann iOS Apps im Hintergrund anhalten. Nach dem erneuten Aktivieren stößt Verity deshalb eine Aktualisierung an. Eine Uhrzeit darf nur einen tatsächlich übernommenen Datenstand kennzeichnen und nicht lediglich die aktuelle Systemzeit vortäuschen.
Universen sinnvoll kombinieren
S&P 500 und Nasdaq 100 überschneiden sich deutlich. Die Kombination erweitert den Fokus, addiert aber nicht einfach 500 plus 100 eindeutige Titel. Sehr breite Universen erhöhen den lokalen Aufwand. Für den täglichen Workflow ist ein fokussiertes Universum oft schneller und leichter zu überblicken; ein großes Universum eignet sich für umfassendere Discovery-Scans.
CSV und JSON als eigene Datenquelle
Eine eigene Datenquelle ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Index, eine Watchlist oder ein persönliches Universum nicht vollständig durch die mitgelieferte Registry abgedeckt wird. Verity erwartet eine URL, die den Dateiinhalt direkt zurückgibt. Eine normale Webseite oder eine Freigabeseite genügt nicht; erforderlich ist eine direkte Rohdaten-URL.
Einfaches CSV-Beispiel
Ticker,Name,Exchange
AAPL,Apple Inc.,NASDAQ
MSFT,Microsoft Corp.,NASDAQ
SAP,SAP SE,XETRADie erste Zeile enthält die Spaltennamen. Mindestens ein Ticker beziehungsweise Symbol muss vorhanden sein. Name und Handelsplatz sind hilfreich, können aber je nach Importpfad optional sein. Dezimaltrennzeichen oder Kursdaten gehören nicht in eine reine Universumsdatei.
Einfaches JSON-Beispiel
[
{ "symbol": "AAPL", "name": "Apple Inc.", "exchange": "NASDAQ" },
{ "symbol": "MSFT", "name": "Microsoft Corp.", "exchange": "NASDAQ" },
{ "symbol": "SAP", "name": "SAP SE", "exchange": "XETRA" }
]JSON eignet sich besonders, wenn zusätzliche Felder strukturiert mitgeliefert werden sollen. Feldnamen sollten stabil bleiben. Unbekannte Felder können ignoriert werden; ein fehlendes oder ungültiges Symbol verhindert dagegen die eindeutige Zuordnung.
Persönliche Universen: drei sinnvolle Varianten
Ein persönliches Universum muss nicht groß sein. Es sollte zu der Art passen, wie du Verity nutzt und wie häufig du einen vollständigen Scan durchführen möchtest.
1. Fokussierte Watchlist
Eine kleine Liste mit etwa 10 bis 30 Titeln, die du bereits kennst oder aktiv beobachtest. Sie eignet sich für schnelle Aktualisierungen und eine übersichtliche tägliche Arbeit.
AAPL
MSFT
NVDA
ASML
SAP2. Themenuniversum
Ein klar abgegrenztes Thema, beispielsweise Halbleiter, Energie, Dividendenwerte oder deutsche Standardwerte. Damit lässt sich Discovery innerhalb eines nachvollziehbaren Rahmens einsetzen.
NVDA
AMD
AVGO
TSM
ASML3. Core-und-Satellite-Universum
Ein stabiler Kern aus großen Qualitätswerten wird um eine kleinere Zahl gezielter Beobachtungen ergänzt. Das hält den Scan begrenzt, ohne neue Ideen vollständig auszuschließen.
# Core
MSFT
AAPL
GOOGL
# Satellite
CRWD
PLTR
ARMBeim direkten Ticker-Import sollten Kommentarzeilen nur verwendet werden, wenn die App sie ausdrücklich unterstützt. Andernfalls die Überschriften entfernen und ausschließlich Symbole einfügen.
Gerät, Gesamtuniversum und Scan-Dauer
Verity rechnet die Analyse auf dem eigenen Gerät. Deshalb gehören die Größe des aktiven Gesamtuniversums und die Leistungsfähigkeit des verwendeten Mac, iPhone oder iPad zusammen. Viele aktivierte Universen können sich überschneiden; Verity sollte deshalb die eindeutige Gesamtzahl anzeigen und nicht nur die nominellen Indexgrößen addieren.
Mehr Prozessorkerne und mehr verfügbarer Arbeitsspeicher erhöhen typischerweise den Durchsatz. Auf mobilen Geräten können thermische Begrenzung, Energiesparmodus und Hintergrundunterbrechungen die Laufzeit zusätzlich beeinflussen. Die fachlichen Regeln bleiben identisch; nur die Zeit bis zum vollständigen Datenstand verändert sich.
Was bedeutet „Runtime neu aufbauen“?
Der Neuaufbau verwirft den aktuellen Laufzeitzustand und erzeugt die Verity-Runtime erneut. Dadurch werden temporäre Analyse- und Präsentationszustände neu aufgebaut. Die Funktion ist für festgefahrene oder inkonsistente Laufzeitzustände gedacht und nicht als vollständiger Daten-Reset.
Temporärer Laufzeitzustand
- aktueller Presentation Snapshot
- temporäre UI- und Analysezustände
- laufende, noch nicht veröffentlichte Berechnungen
Persistente Nutzerdaten
- Portfolio und Watchlist
- Einstellungen und persönliche Universen
- lokale FMP-Stammdaten und Fundamental-Caches
Nach dem Neuaufbau kann der erste Scan länger dauern, weil veröffentlichte Ansichten und Analysezustände erneut erzeugt werden. Die gespeicherten FMP-Stammdaten werden durch diese Aktion nicht gelöscht. Ein vollständiger lokaler Daten-Reset wäre eine andere, deutlich weitergehende Funktion und müsste ausdrücklich als solcher gekennzeichnet sein.
Weitere Einstellungen
Der geführte Modus verändert die Erklärung und Navigation, nicht die fachliche Quelle der Entscheidungen. Datenquellen, Index-Registry, Aktualisierungsintervall und Darstellungsoptionen sollten so gewählt werden, dass Datenqualität und Geräteleistung zusammenpassen.